Leseludi fördert mehrsprachige Kinder!

Hände

Mehrsprachig aufgewachsene Kinder haben nicht Deutsch als Muttersprache erlernt, die Kinder selbst oder deren Eltern kommen aus einem anderen Land, man spricht auch von Kindern mit Migrationshintergrund. Laut Statistik hat jedes dritte Kind einer Grundschulklasse einen Migrationshintergrund, beziehungsweise ist mehrsprachig aufgewachsen

Lesen bedeutet für Kinder mit Migrationshintergrund nicht nur – wie für alle Kinder – die Hürde der Lesetechnik zu überwinden, sondern auch die des Verstehens. Jeder, der eine Fremdsprache erlernt hat, kann ermessen, wie es den Kindern mit Büchern oder Texten geht: Es ist anstrengend, etwas zu lesen, das man nicht verstehen kann, weil der Wortschatz fehlt. Dabei geht es gar nicht darum, die Feinheiten der deutschen Sprache zu erfassen, sondern um ein grundlegendes Verständnis der Wörter. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen können die Kinder auch nicht im Internet nachlesen oder im Wörterbuch nachschlagen, denn sie beherrschen auch ihre Familiensprache in der Schrift nicht. Wie sollten sie das auch als Grundschulkinder?

Kinder mit Migrationshintergrund verstehen meist „ungefähr“ die Sprache. Das Problem im Unterricht von Deutsch als Zweitsprache ist auch das unterschiedliche Sprachniveau der Kinder, manchen Kindern fehlt der grundlegende Alltagswortschatz, andere Kinder machen nur noch ein paar kleine grammatikalische Fehler. Das macht das Unterrichten schwierig.

Wie kann man sie dennoch auf den Weg bringen, gute Leser zu werden? Ziel ist in dem Fall, Kompetenzen zu erwerben im Umgang mit Schrift und Medien – also eine Basiskompetenz beim Lesen von Texten und Büchern. Der Erwerb im Umgang mit einem Computer und dem Internet wirkt dabei besonders motivierend – die Chancen für einen integrierenden Unterricht!

Gerade bei Kindern mit Migrationshintergrund übt der Computer eine besondere Faszination aus. In vielen Elternhäusern findet sich inzwischen ein Computer, hier forcieren Lehrerinnen und Lehrer über die „Hausaufgaben“ zu Leseludi, dass Kindern „sinnvoll“ am Computer sitzen, was auch die Eltern erkennen. In der Schule können mit den Kindern der Umgang mit den Bedienungselementen des Computers geübt werden sowie der Umgang mit dem Leseprogramm Leseludi. Da das Programm selbsterklärend ist, werden die Kinder es schnell verstehen und anwenden können.

Das Interesse, in der Schule Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, ist bei den mehrsprachigen Kindern natürlich genauso groß wie bei anderen Kindern – zumal sie diese „Kulturtechniken“ auch von ihren Eltern als Ziel der Schule erfahren.

Gibt es die Lesemotivation für Kinder mit Migrationshintergrund?

Leseludi

Leseludi ist ein spielerisches Lernprogramm. Anhand der Grafiken bei Leseludi und der Auswahl der entsprechenden Wörter können die Kinder den Wortschatz erweitern. Das Feedback, ob das Wort richtig oder falsch war, übt zugleich die Begrifflichkeit. Mehrsprachige Kinder, die die deutsche Sprache bereits besser beherrschen, können einfache Sätze oder kleine Texte lesen. Dass die Motivation beim Lesen nicht auf der Strecke bleibt, dafür sorgt Leseludi!